Liebe Lebenswert - LeserInnen,

 

nach einer etwas längeren Pause, liegt heute wieder ein neuer "lebenswert" in Ihrem virtuellen Briefkasten. Ich habe wieder einige interessante Themen für die zusammengestellt und wünsche viel Spaß beim lesen.

 

 

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Inhalt "Lebenswert No. 9"

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-01- Saubere Luft ­ gesundes Raumklima

-02- Phytotherapie

-03- Laufen ist gesund

 

 

 

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-01- Saubere Luft ­ gesundes Raumklima

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Der Mensch verbringt mindestens zwei Drittel seiner Lebenszeit in Innenräumen. Die Qualität der Raumluft spielt also eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Staub, Zigarettenrauch, Bakterien, Gerüche ­ all dies beeinträchtigt die Qualität der Luft entscheidend. Dann bringt nur großzügiges Lüften Abhilfe.

Die Luft in den Räumen

Der Luftqualität in Innenräumen wird heute viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei trägt sie maßgeblich zur Steigerung des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens sowie zu einem behaglichen Wohnraumklima bei. Saubere Luft enthält 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,03 % Kohlendioxid und 0,93 % Edelgase.
Diese Zusammensetzung ändert sich, sobald Menschen, Pflanzen oder Gegenstände in einem Raum sind. So geben Menschen Feuchtigkeit und Kohlendioxid an die Innenluft ab. Der Sauerstoffgehalt nimmt ab, da er durch die Atmung verbraucht wird. Lüften hat also auf viele Dinge Einfluss, die ein gesundes Klima ausmachen!

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit bestimmt in besonderer Weise, ob man sich in einem Raum wohl fühlt. Zu niedere Luftfeuchtigkeit trocknet die Schleimhäute aus, dann können sich z. B. Bakterien und Viren schneller ausbreiten und eine Erkältung hervorrufen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit wird schnell als drückend empfunden; sie kann entstehen, wenn man zu selten lüftet. Nicht zu vernachlässigen sind dabei die Wasserdampfmengen, die durch Bewohner im Raum abgegeben werden. Eine ruhende Person schwitzt ungefähr 1 Liter aus; eine aktive Person circa 2,5 Liter. Eine Familie mit 4 Personen gibt täglich bis zu 10 Liter Wasser als Wasserdampf in die Umgebung ab. Pro Woche entspricht das einer gefüllten Badewanne! Optimal für ein gutes Raumklima ist eine relative Feuchtigkeit zwischen 40 und 60 %.

Schimmelpilze

Schimmelpilzsporen befinden sich praktisch überall in der Luft. Zum Auskeimen benötigen sie jedoch Feuchtigkeit. In schlecht gelüfteten Räumen passiert es schnell, dass sich die Feuchtigkeit aus der Luft an Oberflächen kondensiert. Wenn eine Stelle länger feucht bleibt, bietet sich hier ein Nährboden für Schimmelpilze. Bewusstes, umsichtiges Verhalten kann die Entstehung von Feuchtigkeit minimieren. An erster Stelle steht dabei die ausreichende, richtige Belüftung der Räume: auf trockenen Wänden können die Pilzsporen nicht gedeihen!
Sichtbarer oder versteckter Schimmel in Wohnräumen ist auf keinen Fall zu akzeptieren. Allergiker können durch Schimmelpilze zusätzlich geschwächt werden, die Wohnqualität leidet ebenfalls durch den unappetitlichen Geruch. Zur Beseitigung der Schimmelpilze muss nach der Ursache für ihre Entstehung gefahndet werden.

Kohlendioxid

Bereits vor 130 Jahren hatte der deutsche Forscher Max Pettenkofer den Kohlendioxid-Gehalt der Luft als Maßstab für die Qualität der Raumluft erkannt. Für das Befinden des Menschen ist der CO2-Gehalt der Luft also von großer Bedeutung. Tag für Tag atmet jeder Mensch rund 24 Kilogramm oder umgerechnet 20.000 Liter Luft ein und aus. Steigt die Konzentration von Kohlendioxid in einem Zimmer an, werden wir müde und unsere Konzentration leidet. Steigt der Kohlendioxidgehalt noch weiter an kommt es zu Sehstörungen, Schwindel, zentralnervöse Funktionsstörungen, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall zum Tod durch inneres Ersticken.

Lüften - Mehrmals am Tage die Fenster auf!

Richtig gut ist es, vier mal täglich die "schlechte" Luft gegen "gute" auszutauschen. Optimal wäre es, die Raumluft sogar alle zwei Stunden komplett auszutauschen.
Morgens nach dem Aufstehen ist eine gute Lüftung des Zimmers wichtig, da der Mensch in der Nacht viel Feuchtigkeit verliert. Mittags und abends sollte ebenfalls gelüftet werden, um den Kohlendioxidgehalt der Luft zu senken. Für einen guten und gesunden Schlaf empfiehlt es sich, auch noch kurz vor dem Zubettgehen zu lüften.

 

* Lüften Sie regelmäßig und mehrmals täglich, am besten für 3 Minuten eine Querlüftung machen. Dabei entsteht Durchzug, der sogar die verbrauchte Luft in Nischen und Ecken erneuert. Zudem reicht dann schon eine kurze Zeit, die Luft komplett auszutauschen.

* Kurzfristiges Öffnen der Fenster (Stoßlüftung, etwa 4 - 10 Minuten) stellt eine weitere effektive Maßnahme dar, um verbrauchte Luft zu erneuern. Dieses Durchlüften ist übrigens viel ergiebiger, als ein Fenster den ganzen Tag in Kippstellung offen zu lassen. Neben dem Energieverlust kann es durch Kondensation feuchter Innenluft zu Schimmelbildung kommen.
* Um die Raumluftfeuchte während der kalten Jahreszeit zu erhöhen können Luftbefeuchter eingesetzt werden.

Empfehlungen bei Belastungen

* Suchen Sie bei körperlichen Beschwerden Ihren Arzt auf.

* Das dauerhafte Einatmen von Schadstoffen kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Lassen Sie deshalb eine Untersuchung der Innenraumluft durchführen, um die Quelle zu eruieren und anschließend zu beseitigen.

* Beim Einkauf von Baumaterialien, Möbeln und Teppichen sollten Sie auf die Inhaltsangaben der Hersteller und auf das Umweltzeichen achten.

 

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-02- Phytotherapie

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Die Kraft der Arzneipflanzen

Die größte Apotheke der Welt liegt auf Wiesen und in Wäldern

Die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten mit Heilpflanzen wird seit mehreren tausend Jahren mit Erfolg praktiziert. Jede Pflanze enthält immer mehrere wirksame Bestandteile. Pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) gibt es meistens als Tees, Tabletten oder Tropfen. Aufgrund der besseren Verträglichkeit und der geringen Nebenwirkungen greifen immer mehr Patienten heute wieder auf die Pflanzenheilkunde zurück.

Auf die Heilkraft wertvoller Arzneipflanzen vertrauen immer mehr Patienten. Viele Wirkstoffe wurden sogar vom Bundesgesundheitsamt geprüft und als Arzneimittel zugelassen. Welche Bestandteile stecken in den Mitteln?
Sie bestehen aus Wurzeln, Blüten und Blättern oder aus Zubereitungen daraus. Sie enthalten immer mehrere Wirkstoffe, die in der jeweiligen Pflanze vorkommen. Im Gegensatz dazu gehören Arzneien auf der Basis isolierter Naturstoffe nicht zu den Phytotherapie-Arzneien. Das starke Mittel Atropin z.B., das in der Tollkirsche vorkommt, besteht nur aus einem Inhaltsstoff und ist deshalb kein Phytotherapeutikum.

 

Was kann Pflanzenheilkunde nicht?

Wenn Krankheiten schon weit fortgeschritten sind, stößt die Phytotherapie an ihre Grenzen. Eine Pflanze kann kein Antibiotikum ersetzen.

 

Welche Inhaltsstoffe machen Heilpflanzen so wertvoll?

Dazu gehören Bitterstoffe, ätherische Öle, Mineralien, Vitamine.

 

Bei welchen Beschwerden hilft Phytotherapie?

Das ideale Einsatzgebiet sind alle leichteren Erkrankungen, banalen Infekte oder andere geringfügige Gesundheitsstörungen. Besonders bewährt haben sich die natürlichen Arzneien bei Erkältungen, leichten Entzündungen, Magen-Darm-Verstimmung, Blasenleiden, Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen. Bei chronischen Darmentzündungen, Asthma und Rheuma setzen naturheilkundliche Ärzte die Pflanzenstoffe als Ergänzung ein. Top sind Phytopharmaka auch zur Vorbeugung. Echinacea z.B. stärkt das Immunsystem, Weißdorn das Herz, Knoblauch schützt vor Arteriosklerose.

Kann man sich selbst behandeln oder soll man den Arzt fragen?

Bei leichteren Beschwerden und Symptomen, die man bereits kennt, kann man sich zunächst selbst behandeln. Wenn aber nach drei Tagen keine Besserung eingetreten ist oder sich die Symptome verschlimmern, sollte man den Hausarzt aufsuchen.

Wo erfahre ich, welche Pflanzen für meine Symptome geeignet sind?

Eine gute und kostenlose Informationsquelle ist der Apotheker. Er lernt schon im Studium die einzelnen Pflanzen, ihre wirksamen Bestandteile und ihre Einsatzgebiete genau kennen. Er kann auch Tee-Mischungen individuell zusammenstellen.

Wie schütze ich mich jetzt zum Beispiel vor einer Erkältung?

Sobald die ersten Anzeichen auftreten, kann man sehr wirksam vorbeugen, indem man stündlich einen Extrakt aus rotem Sonnenhut, Echinacea, einnimmt. Die Wirkstoffe darin stärken das Immunsystem. Keimabtötende Kräuter wie Kresse, Meerrettich oder Knoblauch können die Wirkung zusätzlich unterstützen. Wichtig ist die gleichzeitige Einnahme von zwei Gramm Vitamin C am Tag. Die Krankheitsdauer verkürzt sich durch pflanzliche Behandlung im Schnitt von zehn auf sechs Tage. Das wurde wissenschaftlich festgestellt.

Was ist besser: Teebeutel aus dem Supermarkt oder Teemischung aus der Apotheke?

Qualität und Wirkstoffgehalt von käuflichen Tees können sehr unterschiedlich sein. Die größte Menge an Wirkstoffen enthält der so genannte Arzneitee, der nur in Apotheken verkauft wird. Der Apotheker mischt dazu die original getrockneten Pflanzen zusammen.

Wie bereitet man Tee richtig zu?

Blüten oder weiche Pflanzenteile sollten nicht mit kochendem, sondern nur mit 80 Grad heißem Wasser übergossen werden, danach zehn Minuten ziehen lassen. Hier das Standardrezept: ein Viertel Liter Wasser auf zwei gehäufte Teelöffel. Der Tee sollte möglichst ungesüßt und frisch zubereitet getrunken werden. Also nicht morgens schon einen Krug für den ganzen Tag zubereiten.

Wie kann ich feststellen, ob ich ein gutes pflanzliches Präparat habe?

Pflanzliche Arzneimittel, die wissenschaftlich überprüft und nach dem neuen Arzneimittelgesetz zugelassen sind, tragen genaue Angaben zur Wirksamkeit und haben eine Zulassungsnummer. Steht jedoch neben der Nummer der Vermerk "Traditionell angewendet bei ", dann musste der Hersteller keinen Beweis für die Wirksamkeit des Mittels liefern.

 

 

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-03- Laufen ist gesund

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Viele Freizeit-Läufer überfordern sich

Laufen ist gesund - diese Aussage ist richtig, gilt aber nur mit Einschränkungen. Viele Freizeit-Läufer laufen falsch, sie überfordern sich. Vor allem Anfänger sind oft zu schnell. Aber auch mancher erfahrene Läufer verausgabt sich. "Gesünder ist es, langsamer und dafür länger zu laufen, das Tempo zu wechseln und Pausen einzulegen", so die AOK.

Laufen ohne zu Schnaufen - so lautet die goldene Regel für Freizeitjogger. Dies soll heißen, zuviel sportlicher Ehrgeiz ist falsch. Wer sich beim Laufen normal unterhalten kann, hat das richtige Tempo gewählt. Wer "gesund" laufen will, muss auf die Signale seines Körpers achten. Seitenstechen, Pulsrasen oder Muskelkrämpfe sind Warnzeichen. Diese werden allerdings oft ignoriert. Für viele Hobby-Läufer wäre es besser, würden sie nicht in der Gruppe, sondern alleine laufen. Durch den Gruppendruck ist die Gefahr größer, schneller als in seinem individuellen Tempo zu rennen und sich damit stärker zu fordern, als seiner Gesundheit gut tut. Wer zu schnell läuft, dessen Energiestoffwechsel bildet verstärkt Milchsäure, weil er statt Fett mehr Zucker verbrennt. Dies führt zu einer Übersäuerung des Organismus.
Einen optimalen Trainingseffekt erzielt, wer möglichst länger als 30 Minuten unterwegs ist und öfter läuft, am besten zwei- bis dreimal die Woche. So macht Laufen rundum fit und stärkt den Körper, besonders das Herz- und Kreislauf-System und natürlich auch die Muskeln. Zudem werden Cholesterin- und Blutdruckwerte gesenkt.

 

So, das war der Lebenswert No. 9. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, sofern er dann doch noch kommt.

Herzliche Grüße

 

Manuela Schlenker

 

 

Und wieder was für´s Gemüt:

Ein Bischof hatte einmal Besuch von einem jungen Geistlichen und dieser betrachtete die ganze Zeit nur die junge, hübsche Haushälterin und dachte sich seinen Teil. Der Bischof bemerkte die Blicke des jungen Geistlichen und meinte dazu: "Junger Mann, ich sehe ihre Blicke und ich vermute zu wissen, was sie denken, aber seien sie versichert, das Verhältnis zwischen ihr und mir ist rein professioneller Art."
Eine Woche später kam die Haushälterin zum Bischof und sagte: "Herr Bischof, es ist mir unendlich peinlich, aber seit kürzlich der junge Geistlichen hier zum Abendessen war, fehlt die schöne, silberne Vorlegegabel." Der Bischof konnte sich zwar nicht vorstellen, dass der junge sie gestohlen hatte, setzte sich aber dennoch hin und schrieb den folgenden Brief:
"Lieber junger Freund,
ich behaupte nicht sie hätten unsere silberne Vorlegegabel gestohlen, ich behaupte auch nicht, sie hätten sie nicht gestohlen, aber Tatsache bleibt, seit sie hier waren, ist die Gabel verschwunden."
Einige Tage später kam die Antwort:
"Lieber Bischof,
ich behaupte nicht, sie würden mit ihrer Haushälterin schlafen, ich behaupte auch nicht, sie würden nicht mit ihr schlafen, aber Tatsache bleibt, dass sie die Gabel längst gefunden hätten, wenn sie in ihrem eigenen Bett schlafen würden."