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Inhalt "Lebenswert No. 5"

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-01- Der Sommer kommt und was bringt er mit? Ozon

-02- -02- Soja gegen Kahlköpfigkeit und Krebs

-03- "Die Medizin der Völker, Heiler und Mediziner"
Diesmal: Indonesien

-04- Reich und glücklich - die Glücksfallen
1. Ewige Jugend ist machbar

-05- Spargel, ob grün oder weiss, ist gesund!

 

 

 

 

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-01- Der Sommer kommt und was bringt er mit? Ozon

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Jetzt, wo die Tage schon richtig schön sonnig sind, da zieht es einen nach draußen. Sitzt man dann in der Sonne, da kriecht aus den Tiefen der Erinnerung plötzlich ein Wort: Ozon!

Für meine LeserInnen habe ich ein wenig nachgeforscht. Das Umweltbundesamt Deutschland schreibt:

Ozon ist eine Verbindung, die aus drei Sauerstoffatomen besteht ("normaler" molekularer Sauerstoff ­ O2 ­ ist zweiatomig). Die chemische Formel lautet: O3. Ozon entsteht durch die Reaktion von molekularem Sauerstoff mit atomarem. Es ist chemisch sehr reaktiv, greift also viele andere Stoffe an und kann deshalb Menschen, Pflanzen und Materialien (zum Beispiel Kunststoffe und Metalle) schädigen. Darüber hinaus ist Ozon ein Treibhausgas, trägt also zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei.

Das ist natürlich sehr kurz und trocken, denn es gibt keinen Zweifel: Ozonsmog macht krank. Tränende Augen, Atembeschwerden und Kopfschmerzen sind nur erste Anzeichen. Ozon bewirkt viel Schlimmeres: Es schädigt die Lungen ­ nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft. Es löst Asthma aus und fördert Allergien. Ozon ist also eine Gefahr für uns alle. Besonders betroffen sind Menschen, die sich viel draußen bewegen: etwa Sportler oder Menschen, die im Freien körperlich schwer arbeiten.

Ozonopfer Nummer eins sind jedoch die Kinder. Sie sind fast immer in Bewegung, spielen und toben draußen, atmen häufiger und nehmen dadurch viel mehr Ozon auf. Kindliche Atemorgane können Ozonangriffe schwerer abwehren, das Reizgas dringt schneller über die Bronchien bis zu den Lungenbläschen vor. Die Folge: Die Anfälligkeit für allergisches Asthma wird größer. Über eine Million Kinder in Deutschland haben bereits Asthma.

Schon ab Konzentrationen von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft kann es zu Schädigungen der Atemwege kommen. Im Sommer werden extreme Konzentrationen dieses Reizgases zum Gesundheits- und Umweltproblem. Ozon ist ein Reaktionsprodukt aus Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC) ­ Substanzen, die vor allem aus Auto-Auspuffrohren stammen. Für rund 70 Prozent der Stickoxid-Emissionen in der Bundesrepublik ist der Autoverkehr verantwortlich. Bei den Kohlenwasserstoffen liegt der Anteil bei rund 50 Prozent.

Ozon ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. In den oberen Luftschichten ist es sogar lebensnotwendig, da es als Filter für die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne wirkt. In Bodennähe tritt Ozon normalerweise nur in geringen Konzentrationen auf. Bei intensiver Sonneneinstrahlung jedoch braut es sich aus Autoabgasen in großen Mengen zusammen, hochgiftig und chemisch sehr reaktiv.

Hier nun noch eine Tabelle:

40 Mikrogramm: Es riecht ähnlich wie unter der Höhensonne. "Ozon" stammt aus dem griechischen und bedeutet "das Riechende".

100 Mikrogramm: Bei empfindlichen Menschen, Kindern, Allergikern und Asthmatikern können Kopfschmerzen auftreten.

120 Mikrogramm: Deutliche Symptome äußern sich in Hustenreiz und Augenbrennen. Asthmatiker leiden unter Atemnot.

180 Mikrogramm: Auc Gesunde, die sich körperlich anstrengen, beginnen jetzt unter Halskratzen und roten Augen zu leiden.

200 Mikrogramm: Ausgeprägte Schleimhautreizungen bis hin zu Lungenfunktionsstörungen bei Kranken und Gesunden.

240 Mikrogramm: Die Leistungskraft der Lunge lässt spürbar nach. Asthmatiker bekommen häufiger Anfälle.

300 Mikrogramm: Bleibende Schäden, des Hals-Nasen-Rachenraumes sowie der Lunge bei empfindlichen Personen.

400 Mikrogramm: Bleibende Schäden auch bei Gesunden. Es kommt zum Teil zu Einschränkungen der Augenmuskeltätigkeit.

 

 

 

 

 

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-02- Soja gegen Kahlköpfigkeit und Krebs

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Amerikanische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Essen von Soja bei Männern die Entstehung von Prostatakrebs und das Kahlwerden verhindern kann.

Wie Pressetext.at berichtet haben Forscher des Colorado State's College of Veterinary Medicine ein Molekül namens Equal untersucht, das bei der Verdauung von Soja im Darm gebildet wird. Dieses Molekül stoppt DHT, ein Hormon, das das Prostatawachstum fördern oder Kahlheit verursachen kann. Diese Ergebnisse erklären laut dem Fachmagazin Biology of Reproduction, warum japanische Männer, die mehr Soja zu sich nehmen, seltener an Prostatakrebs erkranken.

Das Team um Robert Handa fand heraus, dass Equol die Bildung des männlichen Hormons DHT nicht behindert, sondern nur seine Funktion stoppt. Bei DHT handelt es sich um ein Nebenprodukt von Testosteron. Zwei Experimente mit Ratten zeigten laut BBC, dass das Injizieren von Equol die Größe der Prostata verringerte.

Kenneth Setchell vom Cincinnati Children's Hospital Medical Center, der vor 20 Jahren erstmals das Potenzial von Equol erkannte, erklärte, dass diese Forschungsergebnisse von immenser medizinischer Bedeutung seien. Die Blockierung von DHT zur Behandlung von Prostatakrebs und anderen verwandten Krankheiten sei lange ein Hauptziel der Pharmaindustrie gewesen. Experten gehen davon aus, dass diese Entdeckung vor allem für Männer mit einer vergrößerten Prostata oder Prostatakrebs von Bedeutung sein wird. DHT wurde zusätzlich in Forschungen zu den Ursachen männlicher Kahlheit einbezogen.

 

 

 

 

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-03- "Die Medizin der Völker, Heiler und Mediziner"
Diesmal: Indonesien

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Am nordöstlichsten Ende der indonesischen Insel Sulawesi leben die Minahasa. Sie sehen ihre Kultur in ein Prinzip einer allumfassenden Harmonie eingebettet.. Harmonieverlust oder Ungleichgewicht führt zu Unwohlsein/Krankheit.

Sie haben ein breites Spektrum von krankheitsverursachenden Materialien, Wesen, Stoffen und Kräften. Einige dieser Störungen sind von unpersönlicher Natur (Sich-Überessen an süssen Früchten, von der belebten Natur ausgesandte böse Winde, Nass-werden durch Regen, ...
Die Ursachen dieser nicht direkt gegen die Person gerichteten Krankheiten sind den Minahasa bekannt und werden durch durch Laien- und Familienmedizin selbst behandelt.

Anders bei den krankmachenden Wesen, deren Massnahmen sich dirket gegen die betroffene Person richten.
Zu diesen Wesen zählen die Minahasa mythische Gottheiten, berühmte Ahnen, Seelen verstorberner Mitmenschen und Waldwesen, Kobolde, ....

Die mythischen Gottheiten sind den Menschen prinzipiell wohlgesonnen, wenden sich durch Träume und Visionen direkt oder über HeilerInnen indirekt an die Menschen und geben Rat, Hilfe, Hinweise, Ermahnungen, Aufgaben etc.
Wenn sich ein Mensch nun das Wohlwollen der Gottheiten verscherzt, kann das zu Krankheit führen .

Verstorbene Seelen wollen gelegentlich Macht ausüben und attackieren die Seelen der Hinterbliebenden. Meist handelt es sich um unglücklich Verstorbene, die auf diese Weise Rache üben wollen.

Die Waldwesen und Kobolde schließlich greifen den Menschen nur an, wenn sie ihre Natur bedroht sehen. Durch exzessiven Raubbau, Zerstörung und Mißachtung der Natur zieht man die Attacken der Kobolde auf sich.

Die Minahase schützen sich durch Amulette aus Heilpflanzen, von denen sie viele kennen und ihre Wirkung kann gezielt einsetzen.

Heilung erfolgt ausschließlich durch erfahrene HeilerInnen, die sich oft ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben. Sie bieten dem Kranken eine Erklärung an, mit der er sich identifizieren kann und die vom Heiler für ihn entschlüsselt wird.
Dabei spielt die Diagnose eine wichtige Rolle, die meist in Trance gestellt wird. Dabei werden Heilmittel wie Pflanzen oder Steine genannt, der genau Ort und die exakte Zeit, zu der man das Heilmittel holen soll.
Ebenfalls in Trance kann man helfende Gottheiten rufen, ebenso die Seelen wohl meinender Ahnen und um die Hilfe von Verstorbenen bitten, die mit besonderen Fähigkeiten gesegnet sind.

Bei der Heilung spielt die Reiningung eine entscheidende Rolle, gereinigt werden kann man durch Waschungen mit Wasser, durch Pflanzen, durch Steine oder durch das Abstreifen der krankmachenden Kräfte mit Hilfe gut gesinnter Vorfahren.

 

 

 

 

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-04- Reich und glücklich - die Glücksfallen
1. Ewige Jugend ist machbar

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Natürlich wollen wir alle mit 50 noch jugendlich frisch aussehen, glatte Haut, straffe Körper, auch das Gehirn soll noch blitzschnell sein und die Blutwerte sollen beispielhaft sein.
Dazu achten wir auf unsere Ernährung (wenig, wenig Fett, wenig Zucker, ....), rauchen nicht, treiben Sport und denken "positiv".

Doch weiß die Wissenschaft immer noch nicht mit letzter Konsequenz, wie genau das denn funktioniert mit Ernährung, Hormonen, Psyche und Zellen. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe von Anti-Aging-Produkten, die uns suggerieren, dass wir uns mit einer Extra-Ration Mineralien, Vitaminen, Enzymen, Vitalstoffen etc. jugendlich schlucken können.

Jugendlichkeit gilt heute als anstrebenswert, erfolgversprechend und seeligmachend. Doch durch den Jugendlichkeits-Wahn setzen sich viele unter ungeheuren Stress:
Lebensfreude, Sinnlichkeit und Genuss werden dem Ziel der ewigen Jugend untergeordnet. Dabei vergessen wir oft auf unser Gemüt, das Herz und sie Seele zu schauen.
Ansatt die Seele ab und zu baumeln zu lassen geht man joggen, Sauna, Fitness, Wellness ....

Da wäre doch zu überlegen, ob sich die Natur nicht etwas dabei gedacht hat, als sie unsere Körper "geschaffen" hat. In unserer Gesellschaft verliert man völlig den Blick für die "Vorteile" der zweiten Lebenshälfte: Erfahrung, Gelassenheit, Entwickeln inner Werte und Fähigkeiten, Weitergabe von Wissen an jüngere Generationen ...

 

 

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-05- Spargel, ob grün oder weiss, ist gesund!

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Die Spargelsaison beginnt erst im Mai. Doch schon seit mehreren Wochen locken die grünen und weissen Stängel aus Spanien, Mexiko und anderswo in den
Gemüseabteilungen der Grossverteiler. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung nimmt das zum Anlass, ein genaueres Augenmerk auf dieses beliebte Gemüse zu lenken. Grüne und weisse Spargelsprossen stammen beide von derselben Pflanze. Grüner Spargel wächst jedoch im Gegensatz zum Bleichspargel über der Erde. Die grüne Farbe stammt vom Chlorophyll, dessen Bildung durch das Sonnenlicht angeregt wird. Der weisse Spargel wird hingegen mittels aufgeschütteten Erdwällen "künstlich" im Dunkeln gehalten. Durch die verschiedenartigen Wachstumsbedingungen unterscheiden sich die beiden Spargelsorten nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack und Nährstoffgehalt. Grüner Spargel schmeckt tendenziell kräftiger und würziger und scheint auch einen etwas höheren Nährstoffgehalt aufzuweisen. Gängige Nährwerttabellen unterscheiden jedoch leider nicht zwischen diesen beiden Spargelsorten.

Früher galt der Spargel als Heilpflanze, heute werden die Stängel vor allem des Genusses wegen verzehrt. Spargel ist ein sehr energiearmes Gemüse (ca. 24 kcal pro 100 g). Er liefert hingegen einen beträchtlichen Anteil Nahrungsfasern (1.7 g/100 g), besonders wenn man berücksichtigt, dass, als Hauptmahlzeit genossen, weit über 100 g verzehrt werden. Nahrungsfasern fördern die Verdauung, weshalb Fachleute davon eine tägliche Zufuhr von mind. 30 g pro Tag empfehlen. Auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt einer durchschnittlichen Spargelportion ist beachtlich. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt am fettlöslichem Vitamin E. Eine Portion Spargel zu 250 g deckt sage und schreibe einen Drittel des Tagesbedarfs dieses Vitamins!

Eine Besonderheit des Spargels ist der charakteristische Geruch des Urins, welcher bereits kurz nach dem Verzehr wahrzunehmen ist. Seltsamerweise tritt dieses Phänomen nicht bei allen Menschen auf; nur etwa 50% der Bevölkerung ist davon betroffen. Für den Geruch verantwortlich sind schwefelhaltige Substanzen. Das Phänomen ist nicht abschließend geklärt.

Eine weitere, umstrittene Frage ist der harntreibende Effekt von Spargel. Wirken sie tatsächlich diuretisch oder wird dieser Eindruck nur durch den intensiven Uringeruch vermittelt? Als harntreibende Substanzen im Spargel werden häufig der Mineralstoff Kalium sowie die nicht essentielle Aminosäure Asparagin aufgeführt. Diese beiden Nährstoffe finden sich jedoch ebenso in unzähligen anderen Nahrungsmitteln, welchen wiederum kein diuretischer Effekt nachgesagt wird. Ob harntreibend oder nicht, Spargeln enthalten in jedem Fall einen hohen Wasseranteil, der zur Abdeckung des Flüssigkeitsbedarfes von mind. 2,5 l pro Tag beiträgt.

 

Das war der fünfte "Lebenswert" und ich wünsche Ihnen jetzt guten Appetit für die Spargelsaison, wenig Ärger durch Ozon und einen schönen Wonnemonat Mai. In ungefähr 3 Monaten kommt der nächste Lebenswert zu Ihnen.

 

Herzliche Grüße

 

Manuela Schlenker

 

Wie immer zum Abschluß etwas für´s Gemüt. Heute zwei Witze, die meine Kinder ins Haus brachten und die mich sehr amüsiert haben:

 

Zwei Raben fliegen spazieren. Da zischt mit Gedonner ein Düsenjäger vorbei. Sagt der eine:
"Booah, der fliegt aber schnell!"
Erwidert der andere:
"Das würdest du auch, wenn dir der Hintern brennt!"

 

Ein Zauberer wird Interviewt:
"Seit wann beschäftigen sie sich mit der Zauberei?"
"Schon seit meiner frühesten Kindheit."

"Und mit welchen Kunststück wurden sie berühmt?"
"Das war der Trick mit dem zersägen von jungen Damen."

"Haben sie Geschwister?"
"Ja, drei Halbschwestern!"

 

 

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