Liebe Lebenswert - LeserInnen,
seit dem letzten Lebenswert ist ein längere Zeit vergangen. Ich hoffe Sie hatten einen schönen Sommer und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.
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Inhalt "Lebenswert No. 13"°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
-01- Stevia - die gesunde Alternative zu Zucker
-02- Mundgeruch
-03- So bieten Sie dem Schnupfen die Stirn
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-01- Stevia - die gesunde Alternative zu Zucker°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Traditionelle Verwendung als Süßstoff
Brasilien, Paraguay, Uruguay, in Zentralamerika, Israel, Thailand und China sind momentan die Hauptanbaugebiete von Stevia. Die indigene Bevölkerung Brasiliens und Paraguays verwendet diesen Süßstoff schon seit Jahrhunderten.
In Europa wurde Stevia im sechzehnten Jahrhundert bekannt, als die spanischen Eroberer berichteten, dass die südamerikanischen Eingeborenen die Blätter einer Pflanze benutzten, um Kräutertee zu süßen. Seitdem ist Stevia immer bekannter in Europa und Asien geworden. Kräuterexperten in den Vereinigten Staaten benutzten das Blatt gegen Diabetes, Infektionen, hohen Blutdruck und als Süßstoff. In Japan und Brasilien ist Stevia als Zuckerersatz und Nahrungsmittelzusatz zugelassen.
Inhaltsstoffe
Die Pflanze wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erstmals ausführlich untersucht. Man konnte in den Blättern der Stevia über 100 Phyto-Chemikalien feststellen. Diese gehören vor allem zu den Gruppen der Terpene und Flavonoide. 1931 wurden die Bestandteile, die für die Süße der Stevia verantwortlich sind dokumentiert. Dabei handelt es sich um acht bisher unbekannte Phyto-Chemikalien, die man als Glykoside bezeichnete. Eine davon, die den Namen Steviosid bekommen hat, schätzt man nach Tests als ungefähr 30mal so süß wie Zucker ein. Das Steviosid hat mit 6-18% den größten Anteil am Stevia-Blatt.
Medizinische Wirkung
Von den Guaraní ist bekannt, dass sie Stevia auch als Medizin verwenden. Weitere Wirkungen: herzstärkend, gegen Übergewicht, Bluthochdruck, Sodbrennen und zur Verringerung des Harnsäure-Spiegels.
Die brasilianische Kräutermedizin und die traditionelle paraguayische Medizin setzt Stevia außer als Süßstoff auch bei Diabetes, Übergewicht, Zahnkaries, Bluthochdruck, Müdigkeit, Depressionen, Süßhunger und Infektionen ein.
Verwendung
In Südamerika werden häufig die Blätter direkt verwendet. So nimmt man für eine Tasse Tee ein bis zwei frische oder getrocknete Blätter zum Süßen. Man kann natürlich auch die pulverisierten Blätter verwenden, wobei man dann 1/4 Teelöffel nimmt.
Weiterhin gibt es verschiedene Arten von Extrakten: Extrahiertes Pulver, Tabletten, Kapseln, wässrige oder alkoholische Lösungen.
Man kann Stevia zum Süßen aller Speisen verwenden, die Süßkraft ist ca. 30 mal stärker als die von Zucker. Dabei hat er so gut wie keine Kalorien, ist gesund und hat keine Auswirkungen auf den Insulinspiegel.
Bedeutung von Stevia in Japan und Brasilien
In Japan und Brasilien, wo Stevia als Nahrungsmittelzusatz genehmigt ist, verwenden Millionen von Verbrauchern seit fast 20 Jahren Stevia-Extrakte als sichere, natürliche, kalorienfreie Süßstoffe. Der Welt größter Verbraucher von Stevia-Blättern und -Extrakten ist Japan Von der Sojasoße über Essiggurken, zu den Konfektionsartikeln und den alkoholfreien Getränken wird alles mit Stevia gesüßt. Multinationale Konzerne wie Coca-Cola nutzen Stevia sogar zum Süßen von Lebensmitteln für den Verkauf in Japan, in Brasilien und in anderen Ländern.
Empfehlung der FAO/WHO
Die gemeinsame Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheits- und Welternährungsorganisation (JECFA) kam auf der Grundlage verschiedener Studien im Juni 2004 zu dem Schluss, Steviosid (bis zu einer Höchsteinnahmemenge von 2 mg pro Tag und kg Körpergewicht) für den menschlichen Gebrauch als unbedenklich zu bezeichnen.
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-02- Frische Tipps für frischen Atem°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Während es in anderen Ländern spezielle Ambulanzen für Menschen mit Mundgeruch gibt, ist das Thema bei uns immer noch ein Tabu. Dabei leiden laut einer Studie in Deutschland 80% der Menschen zeitweise und 35% sogar ständig an Mundgeruch.
Das Problem dabei ist, dass die Betroffenen selbst nichts davon merken.Es gibt jedoch Hinweise:
- weißlichgelbe Beläge, vor allem im hinteren teil der Zunge
- häufiges Räuspern wegen dicken Speichels
- Mundtrockenheit
- Zungenbrennen
- ständig saurer, bitterer oder metallischer Gechmack
So einfach können Sie testen, ob Sie Mundgeruch haben:
1. Wischen Sie die Oberfläche Ihrer Zunge mit einem Stofftaschentuch ab. Riecht das Tuch unangenhem?
2. Ziehen Sie ein Stück Zahnseide durch die Zahnzwischenräume und prüfen Sie anschließend den Geruch der Seide.
Das sind die häufigsten Ursachen für Mundgeruch:
- Entzündungen von Zahnfleisch oder Wurzelspitzen der Zähne
- zu geringe Speichelbildung verursacht durch: zu wenig Kauen, geringe Trinkmengen, trockene Raum-Luft, vieles Sprechen, Stress, Medikamente ....
- Zahnpflegemittel, die austrocknen (z.B. Zahnpasta mit Natriumlaurylsulfat)
- Beläge auf der Zunge
- Sekrete chronischer Infektionen und Allergien
Tipps, wie Sie Mundgreuch vermeiden können:
- Benutzen Sie täglich Zahnseide oder kleine Bürstchen für die Zahnzwischenräume
- 15 Minuten nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen
- Säubern Sie Ihre Zunge täglich mit einem Zungenschaber
- Essen Sie frisches Obst und Gemüse
- Nehmen Sie 3 x täglich eine Esslöffel Bio-natur-Joghurt und lassen Sie ihn ganz langsam im Mund zergehen. Die Milchsäurebakterien bekämpfen geruchsbildende Mundbakterien
- Kauen Sie Fenchel- oder Anissamen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken antibakteriell.
- Verwenden Sie ausschließlich zuckerfreie Kaugummis
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-03- So bieten Sie dem Schnupfen die Stirn°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Was mir immer wieder auffällt, ist der Verzehr und dadurch die Belastung mit zuviel kalten Nahrungsmitteln. Mit "kalt" qualifiziert die chinesische Diätetik die abkühlende Wirkung eines Nahrungsmittels auf den Organismus. Das hängt nur zum Teil davon ab, ob ein Getränk kalt genossen wird oder etwa ein Gemüse ungekocht gegessen wird. Mindestens ebenso wichtig ist die Temperaturcharakteristik des Nahrungsmittels an sich.
So wirkt ein Schnaps aufwärmend, auch wenn er eisgekühlt getrunken wird. Pfefferminztee wird kühlen, auch wenn er heiß getrunken wird. Es gibt Zubereitungsarten, die kalt-wirkende Nahrungsmittel etwas wärmer werden lassen. Bananen z.B.wirken deutlich abkühlend, besonders wenn sie roh gegessen werden. Werden sie aber, wie im Chinarestaurant üblich, in Honig gebacken, so werden ihr wärmende Energien hinzugefügt.
Äpfel z.B. wirken neutral-warm bis leicht kühlend. Aber ein Bratapfel, besonders wenn er mit warm-wirkenden Rosinen, heiß-wirkendem Zimt und (neutralem) Honig heiß gereicht wird, kann an kalten Tagen schon sehr gut wärmen. Mineralwasser, besonders mit hohem Kochsalzgehalt, wirkt kühlend. Eisgekühlt wirkt es natürlich noch stärker abkühlend.Die Chinesen sagen, in der "Mitte" brenne das Verdauungsfeuer. Es darf nicht zu hoch lodern, es darf aber auch nicht zu schwach brennen. D.h.: Die Leistungen, die mit der aus Nahrung gewonnenen Energie bewerkstelligt werden können, lassen bei schwacher, kalter "Mitte"nach: Der Mensch wird müde, friert schnell, wird anfällig für Infektionen, er erkältet sich im wahrsten (chinesischen!) Sinn des Wortes. Ein stabiles Immunsystem braucht einen genügenden Wärmepegel des Organismus. Dies ist besonders bei den Kindern der entscheidende Punkt.
In der ersten Lebensphase(das sind 7 Jahre bei Mädchen und 8 Jahre bei Jungen) sind Kinder besonders empfindlich für Kälteaffektionen, die, wenn sie mit Verdauungsschwächen verbunden sind, fast immer chronisch werden. In dieser Altersgruppe ist eine ausreichend wärmende Ernährung daher von großer Bedeutung.
Bedenken Sie, dass ein starkes Feuer auch feuchtes Holz verbrennt! Bei schwachem Feuer wird feuchtes Holz viel Qualm verursachen, das Feuer wird weiter geschwächt werden, und viel Unverbranntes wird liegenbleiben. Feuchte, befeuchtende Nahrungsmittel sind die mit süssem Geschmack und neutraler bzw. kühler Temperaturwirkung: Zucker, Südfrüchte, Milch, Frischkäse, junger Gouda, Tofu, Tomaten, Gurken, Säfte, Wasser. Der Mensch braucht natürlich auch Nahrung, die ihn befeuchtet, die seine Säfte unterhält, aber in unserer Kultur wird das schnell zuviel, Blähungen können entstehen, Probleme mit der Verdauung ebenso.
Fehlt die Kraft und Wärme zum Trocknen aber, so bleibt Feuchtigkeit übrig, wird verdichtet, und es entsteht das, was die Chinesen Schleim nennen. Bei Kindern geht letzteres noch flott, und darin steckt auch etwas Gutes: Die mangelnde Primärentsorgung der Schlacken wird nachgeholt. Der ständige Schleimfluß aus der Nase entspricht einem Überlaufventil. Bei starkem Schleimanfall kann es aber zu Stauungen kommen, z.B. zu den bei kleinen Kindern verbreiteten Mittelohr-Entzündungen oder Bronchitis.
Ich möchte eine Mutter zitieren, die ihren 5jährigen Sohn wegen ständig wiederkehrender Mittelohrentzündungen behandeln lassen wollte: "...dabei ernähre ich ihn so gesund. Er trinkt einen Liter Milch und ißt mindestens eine Banane oder Orange täglich." Kein Wunder, daß ihm der Schleim aus den Ohren kommt.Tatsächlich betrifft die Überlastung mit zuviel kalten Nahrungsmitteln zuvorderst die Kinder. Erwachsene (eher Männer) verbrauchen hierzulande im allgemeinen eher zuviel an warm wirkenden Nahrungs- und Genußmitteln( viel Fleisch, gebraten oder gegrillt, was die erwärmende Wirkung noch steigert, Alkohol, Zigaretten, scharfe Gewürze, alles kräftig wärmende Mittel). Ausgenommen sind jene Erwachsenen (eher Frauen), die versuchen, sich besonders bewußt gesund zu ernähren, wenig oder kein Fleisch und Fisch essen, viel oder gar überwiegend Rohkost verzehren, dabei in der Regel auch Genußmittel stark einschränken sowie mangels Kochen auch den Gewürzen weitgehend entsagen.
Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Herbst, bleiben Sie gesund, bis zum nächsten "Lebenswert"
Herzliche Grüße
Manuela Schlenker
Zum Abschluß 3 kurze Witze für´s Gemüt:
Zwei Ärzte treffen sich auf dem Friedhof. Grüsst der eine: "Na Kollege, auch bei der Inventur?"
Der Zahnarzt zum Patient: "Es wird etwas weh tun! Beissen sie die Zähne zusammen und machen sie den Mund auf!"
Patient: "Herr Doktor, ich habe das Gefühl, keiner nimmt mich ernst." Doktor: "Sie scherzen."